In der "OpenSourceVersion" ist emoflex® ein Selbsthilfeverfahren zur Stressbewältigung in Schule, Familie, Ausbildung und Beruf.

In der "Vollversion" (SRD) ist emoflex® ein Verfahren zur Behandlung dissoziativer Zustände, angefangen von Lernblockaden über psychosomatische Symptome bis hin zu komplexen posttraumatischen Störungsbildern, entweder pur, oder als ergänzendes Werkzeug in Kombination mit anderen therapeutischen Verfahren oder Beratungskonzepten. 

Unser Gehirn reguliert eine ungeheure Aussen- und Innenwahrnehmungsdatenflut. Die überwiegende Mehrzahl der Hirnaktivität ist mit dem Filtern, Sortieren und Verarbeiten von Informationen beschäftigt. Die Regulation dieser Steuerungs- und Filtervorgänge läuft in ständiger Anpassung und dynamischer Veränderung, wobei Gefühlszustände eine besondere Signalaufgabe haben.

Menschen mit einer besonderen Empfindsamkeit in der Wahrnehmung von Reizen, einer besonderen Sensibilität für Emotionen oder aber nach Reizüberflutung durch anhaltende belastende Lebensumstände fühlen sich von der Flut der emotionalen Informationen überfordert. Wenn die Emotionsverarbeitung nicht mehr flexibel bzw. unbewusst verläuft, sondern als störend empfundene, in unser alltägliches Bewusstsein hinein als wiederkehrende Blockaden, Impulskontrollverluste, durch Weinanfälle, Zornimpulse oder aber andere psychische und somatische Phänomene hinein, Einfluss gewinnt, wird uns diese besondere Leistung des Gehirns erst richtig bewusst.

Die „Synchronisation der Regulationsdynamik“ (kurz SRD)postuliert einen Ansatz zur Erklärung und Veränderung (nicht nur) von emotionalen Verarbeitungsstörungen im Gehirn.

Gesundheit ist, wenn ich dass, was ich jetzt gerade erlebe, ungestört von weiteren Innenwahrnehmungen, quasi automatisch in passende Gefühle umsetze. Gesundheit ist, wenn die Gefühle, die ich erlebe in ihrer Art und in ihrer Intensität dem aktuellen Moment entsprechen. Gesundheit ist, wenn meine Wahrnehmung und meine Gefühle und Empfindungen dauerhaft eine Einheit bilden und sich parallel verhalten.

Krankheit“ ist, wenn ich immer wieder irritiert werde, weil die Wahrnehmung dessen, was in mir und um mich herum passiert, und die Gefühle dazu, nicht zueinander zu passen scheinen. „Krankheit“ ist, wenn es Gefühle gibt, die keine Wahrnehmung, und Wahrnehmungen, die keine Gefühle zu haben scheinen. „Krankheit“ ist, wenn immer wieder Gefühle auftauchen, die in ihrer Art und in ihrer Intensität die Wahnehmung des Augenblicks überschreiben dürfen und mich dadurch ein stückweit aus meiner Situation herausreissen.

Wenn ich in diesen oben beschriebenen Zusammenhängen lebe, dann wird die innere Regulationsdynamik zu einer Regulationslabilität, sobald ich in Interaktion mit anderen Menschen trete.

Ich denke, dass psychische „Störungen" der herkömmlichen deskriptiven Psychopathologie „Lösungen" oder besser „Stabilisatoren" sein können.

Psychiatrische Störungen können der reflexartig gewählte Versuch sein, die innere Regulationslabilität pseudostabil zu erhalten.


Diese Sicht entstand in der Zusammenschau vieler Betroffenenberichte mit unterschiedlichen Diagnosen und bildet quasi eine Brücke gemeinsamen Erlebens zwischen Menschen aus den Themenfeldern: ADHS-Spektrum, Borderline, Asperger Autismus, HSM, Synästhesie, Legasthenie, Depression, ...


Während meiner Suche, die sich im Lauf der Jahre zu einer privaten Forschungsinitiative entwickelte, fand ich, dass die Parallelen zwischen den o.g. Erlebnisweisen der Wirklichkeit für das Verständnis der jeweils eigenen besonderen Disposition der Betroffenen sehr hilfreiche neue Ansätze bieten können. Für einen leichteren Umgang und z.T. sogar zur Bewältigung von Störungen sind daraus nun Strategien, Hilfsmittel, Sicht- und Deutungsweisen entstanden, die einer gemeinsamen Logik folgen.


Die Sichtweisen und die Veränderungswerkzeuge der SRD sind immer so nahe wie möglich an der Erlebniswelt des Betroffenen. Sie sind immer auch so nahe wie möglich an den neueren neurowissenschaftlichen Erkenntnissen, wie sie u.a. in Klaus Grawes Buch „Neuropsychotherapie“ dargestellt werden. Besonders die Veränderungs- und Entlastungswerkzeuge sind immer eine möglichst genaue Imitation der natürlichen menschlichen Verarbeitungsmechanismen.


Einen großen Sprung nach vorn bedeuteten für die SRD die Einbeziehung der Stärken, die hochsensible Menschen und Synästhetiker von Natur aus haben. Einige dieser Besonderheiten lassen sich anleiten und nachahmen. Viele dieser Menschen haben Strategien entwickelt, die im Alltag eine schier unübersehbare Anzahl von inneren und äußeren Störquellen meistern helfen, von denen man von außen her gesehen nichts ahnt.


Diese Ressourcen kombinieren wir mit klinisch erprobtem und allgemein akzeptiertem Handwerkszeug und geben dies nun interessierten Betroffenen, die für sich neue Lösungen suchen, weiter. Seit Januar 2009 hat auch eine erste SRD-Schulung für niedergelassene Therapeuten mit 10 Teilnehmern gestartet. Für die zweite Jahreshälfte 2009 ist nun ein weiterer Durchgang sicher. Diese Entwicklung freut uns sehr und übertrifft unsere Erwartungen bei weitem!


Ich freue mich über ihr Interesse und möchte Ihnen auch Mut zu einer direkten Kontaktaufnahme per eMail machen.


Betroffene finden in den emoflex®-Kursen in der Regel viel Bekanntes, was sie allerdings bisher eher nicht in einer übersichtlichen Zusammenschau dargestellt fanden. Auch machen die eigenen Lösungen auf einmal mehr Sinn und lassen sich logisch ableiten, verstehen und erweitern.


Professionelle Helfer dagegen tauchen in der Beschäftigung mit der SRD in eine ihnen fremde, und dann doch auch wieder so vertraute Welt ein: „Wie können Störung, Lösung und Behandlung so nah beieinander liegen?“ - „Warum bin ich da nicht selbst darauf gekommen?“ - (...)


Das Konzept SRD steht mit gutem Gewissen und einem noch jungen Selbstbewusstsein in dieser Spannung, dass sich alt bekannte Grenzen verwischen. Therapeuten verwenden nun Strategien von Betroffenen, um ihren eigenen Stress zu bewältigen. Patienten werden mit den emoflex®-Werkzeugen bald zu guten Kennern und auch empathischen Ratgebern im emotionalen Selbst-Management. In der therapeutischen Praxis gibt es dort, wo die SRD bisher zur Anwendung kam, die seltsame Erfahrung, dass Therapie für alle Seiten erfrischend, belebend und erholsam sein kann.

Die Synchronisation der Regulationsdynamik nach Johannes F.W. Drischel“ wurde von mir in einer privat initiierten Forschungsinitiative zwischen 1994 und 2008 entwickelt. Seit ende 2006 kam Dr. Martin Winkler beratend und unterstützend hinzu.

Seit Januar 2009 hat das SRD-Konzept das Label „emoflex®“ erhalten und ist für mich von einem privaten Steckenpferd zu einer freiberuflichen Existensgründung geworden. Auch wenn emoflex® gerade erst in Erscheinung getreten ist, so haben sich die SRD-Werkzeuge doch schon seit einigen Jahren bewährt.

Bei Interesse sende ich Ihnen gerne weitere Infos per Mail zu.

© 2009 Johannes F.W. Drischel